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Jahrestagung 2019: Call for Papers

"Austrian Music Studies: Gegenstand – Perspektiven – Konzepte"

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft

Innsbruck, Haus der Musik 4.–7. Dezember 2019

Organisation und Konzeption: Institut für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck in Kooperation mit dem Doktoratskolleg „Austrian Studies“ der Universität Innsbruck

Österreich ist ein mehrfach politisch, kulturell und historisch aufgeladener Begriff. Semantisch an der Schnittstelle zwischen Habsburgermonarchie und Republik angesiedelt, ist er in jeder historischen Phase auf tiefgreifende Weise zwiespältig. In der Neuzeit löste er sich bald von der ursprünglich topographischen Bestimmung und erhielt eine umfassendere Bedeutung. Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert wuchs die Spannung zwischen heterogenen Herrschaftsgebieten, Mehrsprachigkeit sowie kulturellen und konfessionellen Differenzen einerseits und zentralistischen Bestrebungen andererseits. Dazu kamen im 19. Jahrhundert nationale Identitätsentwürfe, die dem Vielvölkerstaat entgegentraten und diesen destabilisierten. In der im Vergleich zur Monarchie territorial stark reduzierten Republik manifestierte sich das Bedürfnis einer Selbstbestimmung im Verlauf des hundertjährigen Bestehens in unterschiedlichen Intensitäten und Formen, und zwar von der völligen Aufgabe einer eigenständigen österreichischen zu Gunsten der Idee einer deutschen (Kultur-)Nation bis hin zur bewussten Abgrenzung von Deutschland. Dem durch die Nazis vollzogenen Anschluss hängen heute noch bestimmte politische Lager an. Die Produktion, Rezeption und Pflege von Musik nahm lebhaft an diesen hier nur grob skizzierten Prozessen teil: wurde von diesen mitbestimmt, trug aber andererseits auch bei, diese Prozesse mitzugestalten.

Bei einer solchen herausfordernden Mehrschichtigkeit, Mehrdeutigkeit und Widersprüchlichkeit des Österreich-Begriffs wundert es keineswegs, dass sich im europäischen und angloamerikanischen Raum ein florierendes Forschungsfeld der „Austrian Studies“ bzw. „Austrian Music Studies“ etabliert hat. Eine solche Bezeichnung erscheint auch als Untertitel der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft (ÖGMw), „Musicologica Austriaca“ – mittlerweile ein online peer reviewed journal.

In der vom Institut für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck organisierten, diesjährigen Jahrestagung der ÖGMw geht es um die musikwissenschaftlichen Dimensionen des (Über)Nationalen, des Post- und Neokolonialen sowie um die Kritik dieser Dimensionen. Musikbezogene Identitätsdiskurse genauso wie durch Musik performativ hervorgebrachte kollektive Identitäten, Fragen des kulturellen Transfers in- und außerhalb des österreichischen Raums, Verflechtungen und Abgrenzungen sollen in der Tagung Gegenstand der Analyse sein. Willkommen sind Vorschläge aus allen Subdisziplinen der Musikwissenschaft, die diese Fragen durch die Verbindung von theoretischer Reflexion und Fallstudie untersuchen.

Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch. Weitere Sprachen nach vorheriger Absprache

Format: Vortrag von 20 Minuten mit anschließender 10-minütiger Diskussion

Abstracts von 250–300 Wörtern sollten als Anhang (word, pdf) bis zum 15. Juni 2019 unter Angabe von Namen, Institution, E-Mail-Adresse und benötigter Technik an die folgende Adresse geschickt werden: bernhard.steinbrecher@uibk.ac.at. Eine Verständigung der eingeladenen Referentinnen und Referenten erfolgt bis zum 15. Juli 2019.

Call for Papers in Deutsch und Englisch

 

Außerdem wird die Möglichkeit bestehen, Forschungsprojekte in Form eines Posters zu präsentieren: Call for Papers - Posterpräsentation

 

Im Rahmen der Jahrestagung findet das Symposium der "Jungen Musikwissenschaft" statt. Zum Call for Papers gelangen Sie hier.

 

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Best Paper Award 2019 

Musicologica Austriaca – Journal for Austrian Music Studies

 

The Austrian Musicological Society (Österreichische Gesellschaft für Musikwis­sen­schaft) is awarding a prize for the best academic paper on the broad topic of music and musical culture in or from Austria. Researchers from all musico­logical fields and related disciplines are encouraged to participate. We welcome all methodological perspectives on music, musicians, and musical culture asso­ci­ated with Austria in a broad sense.

The unpublished article should not exceed a length of 10,000 words and must be submitted in English. The evaluation of submissions will be conducted by a jury composed of the board of directors of the Austrian Musicological Society and the award-winning paper will be published as an open-access article in Musicologica Austriaca, free of charge. Papers that make use of the possibilities of multimedia (image, audio, and video files, for example) are particularly encouraged. Any copyright issues should be clarified by the author, but this can also be done subsequent to receiving the award.

Please submit your article in English as an MS Word file to oegmw@musau.org by September 30, 2019. As the paper will be reviewed anonymously, it must not contain any indication as to the author’s identity.

The winner will receive a 1000€ prize, which will be awarded at the business meeting of the Austrian Musicological Society as part of its annual conference (Innsbruck, December 6, 2019).

If you have any further questions about the award or Musicologica Austriaca in general, please feel free to contact the editors of the journal, Dr. Alexander Wilfing (alexander.wilfing@oeaw.ac.at) and Vasiliki Papadopoulou, PhD (vasiliki.papadopoulou@oeaw.ac.at).

Style sheet (Chicago Manual of Style, Notes-Bibliography-Style; a separate bibliography is not required)

CfP (download)

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Gesprächsreihe "Berufsperspektiven"

am Institut für Musikwissenschaft/Universität Wien

„Musikwissenschaft studieren – und was dann?“

Früher oder später stehen die meisten Studierenden der Musikwissenschaft vor der Herausforderung, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Um konkrete Impulse für die individuelle Beschäftigung mit relevanten Berufsfeldern zu geben, findet im akademischen Jahr 2018/19 eine Reihe von Gesprächsabenden mit Vertretern aus verschiedenen musikbezogenen Arbeitsgebieten statt – von Künstlermanagement und Journalismus über Festivals bis zur Musikvermittlung. Hierfür konnten viele hochkarätige Gäste gewonnen werden.

Veranstaltet wird die durch die ÖGMw geförderte Reihe von Studierenden des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Wien, gemeinsam mit Florian Amort, Carolin Krahn und Benedikt Leßmann.

Informationen und Termine